EFRE/JTF NRW-Konferenz 2026
Europäische Strukturförderung wirkt direkt vor Ort
Gute Jobs,energieeffiziente Schulen, klimafreundliche Städte und innovative Unternehmen: Die Europäische Union wirkt mit ihrer Regionalförderung direkt vor der Haustür der Menschen in Nordrhein-Westfalen. Davon konnten sich etwa 400 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft, Kommunen, Politik und Verwaltung auf der Konferenz des EFRE/JTF-Programms NRW am 20. Februar 2026 in der Essener Zeche Zollverein überzeugen. Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur machte in ihrer Eröffnungsrede deutlich:
„Europa ist kein abstraktes Projekt in Brüssel – Europa wirkt bei uns vor Ort. Wenn Schulen saniert werden, Unternehmen neue Jobs schaffen oder klimafreundliche Technologien entstehen, profitieren die Menschen ganz konkret davon. Unser Ziel ist klar: gute Arbeitsplätze, starke Unternehmen, saubere Energie und lebenswerte Städte und Dörfer. Ein starkes Europa als Gemeinschaft ist der Kern unseres gemeinsamen Erfolgs. Deshalb wollen wir die europäische Förderung moderner, einfacher und noch bürgernäher gestalten.“
Raffaele Fitto, Vizepräsident der EU-Kommission, betonte in einer Videobotschaft, Nordrhein-Westfalen habe „die strategische Entscheidung getroffen, in kritische Technologien, saubere Industrien und industrielle Resilienz zu investieren. Mit anderen Worten: die Zukunft. Was Sie hier tun, ist ein Leuchtturm für Qualität.“ Seit 2021 wurden hierzulande mit europäischen Fördermitteln mehr als 3.100 Projekte auf den Weg gebracht, die den Alltag der Bürgerinnen und Bürger konkret verbessern und die Wirtschaft zukunftsfest machen. EFRE und JTF wirken aber nicht nur in NRW: Leszek Pietraszek, stellvertretender Marschall der Woiwodschaft Schlesien in Polen, stellte mit beeindruckenden Beispielen auf der Konferenz vor, welchen Anschub die europäische Strukturförderung für die Transformation in seiner Heimat geleistet hat.
Projektgalerie
Ob neue Technologien für klimafreundliche Logistik, bessere medizinische Versorgung oder Investitionen in Bildung und Innovation – Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union arbeiten eng zusammen, damit gute Ideen zu echten Verbesserungen im Leben der Menschen werden. Davon konnten sich Ministerin Neubaur und die Teilnehmenden vor Ort ein Bild machen, in einer Projektgalerie präsentierten sich in Essen diese Vorhaben:
- Roll2Sol, das spezielle Folien für die Solar- und Wasserstoff-Technologie entwickelt,
- SIDDA – Sustainable Intermodal Drone Delivery Airline, ein Drohnennetzwerk für zuverlässige und klimafreundliche Logistik in Südwestfalen,
- B2B-RARE, ein Gesundheitsforschungsprojekt mit dem innovativen Ansatz „vom Labor ans Krankenbett“, um seltene Krankheiten besser diagnostizieren und behandeln zu können,
- prefabPV, das Photovoltaik-Module für Bahnschienen entwickelt,
- HeyApps, eine App für das digitale Wissensmanagement in Betrieben der Metallindustrie,
- Circular.Office, das die Kreislaufwirtschaft in der Büromöbel-Produktion vorantreibt,
- Die energetische Sanierung der Klinik Martinusquelle, die zeigt, wie Klimaschutz im Gesundheitswesen funktioniert,
- Modul-Mehrweg-Haus, das an einem Prototypen für ein Modul-Wohnhaus aus wiederverwendbaren Materialien arbeitet,
- DAC-2-eMethanol LiquidSolar™, in dem aus CO2 eMethanol gewonnen wird,
- Das Projekt RECOSiC™, das Siliciumcarbid industriell recycelt und damit einen wichtigen Beitrag zur Rohstoffversorgung leistet,
- matterr/revolPET mit einer industriellen Recyclinganlage, in der gemischte Polyester- und Textilabfälle chemisch in hochwertige Rohstoffe recycelt werden,
- Grüner Ring Westfalenhütte, ein Park in Dortmund, der für mehr Lebensqualität und mehr Naturschutz steht,
- Tourismus Data Intelligence Initiative NRW, ein smarter Reiseplaner – nützlich für Gäste und Gastgeber,
- Transferhub Digitalisierung & Circular Economy im Prosperkolleg, in dem Wissens- und Technologietransfer in den Bereichen Digitalisierung und Kreislaufwirtschaft vorangetrieben werden,
- Nachhaltige Wasserwirtschaft an der Erft, die mit mehreren Kläranlagen zeigt, wie die Versorgung mit sauberem Wasser im Braunkohlerevier gelingen kann,
- Freiheit Emscher, ein Stadtentwicklungsprojekt auf ehemaligen Bergbauflächen zwischen Bottrop und Essen, das Gewerbe, Wohnen und Leben ermöglicht.
Förderung soll weitergehen
Die Erfolgsgeschichte der EU-Strukturförderung in NRW müsse auch nach 2027 fortgeschrieben werden, betonte Ministerin Neubaur: “Regionale und europäische Ziele gehen Hand in Hand. Dafür brauchen wir Handlungsspielräume und einfachere, unbürokratische Förderverfahren.“
Eindrücke von der Konferenz finden Sie in der Fotogalerie.