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Kofinanziert von der Europäischen Union
Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen
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Freiheit Emscher – urbane­ Transformation im Ruhrgebiet

Es ist ein Weg inmitten einer Landschaft zu sehen. Im Hintergrund ist eine Industrielandschaft zu sehen.

Einen produktiven und klimagerechten Stadtraum im Essener Norden und Bottroper Süden schaffen – das ist die Vision von Freiheit Emscher. Dazu verfolgt das durch Mittel des JTF geförderte Stadtentwicklungsprojekt einen Ansatz, der Wirtschaftskraft und ökologische Nachhaltigkeit in Einklang bringt.
 

Fünf Flächen, zwei Städte, ein gemeinsames Projekt

Freiheit Emscher zählt zu den größten Stadtentwicklungsprojekten in NRW. Auf rund 17 Quadratkilometern werden die Brachflächen von fünf ehemalige Bergbaustandorten zu modernen Gewerbe- und Innovationsflächen umgestaltet. Ziel ist ein urbaner Raum, der Arbeitsplätze sichert, neue zukunftsweisende Branchen ansiedelt und gleichzeitig ökologische Standards erfüllt. Zur Realisierung dieses umfassenden Projekts arbeiten die beiden Städte Bottrop und Essen interkommunal zusammen. Ein Meilenstein auf diesem Weg war die Gründung der Freiheit Emscher Entwicklungsgesellschaft mbH (FEEG) durch die drei Gesellschafter Bottrop, Essen und der RAG Montan Immobilien GmbH (RAG MI) im Jahr 2023.
 

Grünzüge und Mobilität neu gedacht

In der aktuellen Förderphase koordiniert die FEEG den Einsatz der JTF-Mittel zur Erschließung und Baureifmachung von Emil Emscher und der Welheimer Mark – den ersten beiden von fünf Entwicklungsflächen. Um die aus der Bergaufsicht entlassenen Flächen zu sanieren, profitiert das Projekt von der Kompetenz der RAG MI bei der Revitalisierung großer Industrieflächen.


Ein fünf Kilometer langer, als Allee geplanter Gewerbeboulevard verbindet künftig die Teilflächen in Essen und Bottrop. Breite Rad- und Fußwege, Grünstreifen und Auffangflächen für Regenwasser machen ihn zur klimaangepassten Achse für nachhaltige Mobilität. Im Bereich Emil Emscher auf Essener Stadtgebiet entstehen zudem Ausgleichsflächen für geschützte Arten wie die Kreuzkröte – ein Beispiel dafür, wie wirtschaftliche Entwicklung und Naturschutz zusammenwirken können. 

Auf Bottroper Seite entwickelt Freiheit Emscher die Brachfläche in der Welheimer Mark zum Standort für Forschungseinrichtungen und wissensbasierte Unternehmen. Als weiterer Verbundpartner renaturiert dort die Emschergenossenschaft die durch industrielle Nutzung stark überformte Aspelflötte. Der so geschaffene Gewässergrünzug soll die Entwässerung ins Emschersystem sicherstellen und mit einem Rad- und Wanderweg neue Möglichkeiten naturnaher Freizeitgestaltung bieten.
 

Vom Bergbauareal zur produktiven Stadt der Zukunft

Freiheit Emscher wird zum Standort für Forschung und wissensbasierte Unternehmen, die die ökologische, klimagerechte, ressourcen- und flächeneffiziente Transformation der Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen voranbringen. Hier zeigt sich vorbildlich, wie sich Brachflächen in attraktive, resiliente Stadträume verwandeln lassen – eine urbane Transformation, die nicht nur Arbeitsplätze schafft, sondern auf nachhaltiges Wachstum setzt, mit Vorteilen für Wirtschaft, Umwelt und Lebensqualität.

43,2 Mio. Euro

EU-Fördermittel

Auf einen Blick

Gesamtinvestition: rund 86,3 Mio. Euro

EU-Fördermittel: rund 43,2 Mio. Euro

NRW-Landesmittel: rund 34,5 Mio. Euro

Projektpartner

Freiheit Emscher Entwicklungsgesellschaft mbH, Stadt Bottrop, Stadt Essen, Emschergenossenschaft 

Laufzeit

2025–2028

Förderperiode

2021–2027

Stand

Dezember 2025

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