HeiDi – Mit digitalen Zwillingen den Schienenverkehr von morgen entwickeln
Digitalisierung und Automatisierung gelten als Schlüssel für einen leistungsfähigen und klimafreundlichen Schienenverkehr. Doch bevor hochautomatisierte Systeme auf die Schiene kommen, müssen Sensoren und Assistenzsysteme umfangreich getestet und validiert werden. Genau hier setzt das Projekt HEiDi an. Gemeinsam entwickeln die IKADO GmbH und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) einen digitalen Zwilling des Prüfcenters Wegberg-Wildenrath in Nordrhein-Westfalen. Dieser bildet die reale Testumgebung inklusive Fahrzeug- und Sensormodellen virtuell ab und ermöglicht so realitätsnahe Simulationen. Ziel ist es, die Entwicklung und Erprobung von Sensorsystemen schneller, flexibler und wirtschaftlicher zu gestalten.
Simulation als Baustein für automatisierte Bahnsysteme
Im Projekt werden reale Versuche mit Untersuchungen in einer virtuellen Umgebung kombiniert. So lässt sich überprüfen, wie zuverlässig digitale Modelle die Wirklichkeit abbilden und wie Simulationen künftig in Zulassungsprozessen hochautomatisierter Eisenbahnsysteme eingesetzt werden können. Ein besonderer Fokus liegt auf der virtuellen Validierung von Sensorik, einem Ansatz, der bereits in der Automobilforschung genutzt wird und nun auf den Schienenverkehr übertragen wird. Darüber hinaus wird ein von IKADO entwickelter Rangierassistent in die Simulationsumgebung integriert und als reale wie virtuelle Versuchsgrundlage genutzt.
Offene Plattform für Innovationen im Schienengüterverkehr
Die im Projekt entstehende Simulationsumgebung soll als Open-Source-Lösung veröffentlicht werden. Dadurch können auch andere Unternehmen und Forschungseinrichtungen die Ergebnisse nutzen, weiterentwickeln und für eigene Anwendungsfälle anpassen. HEiDi schafft damit eine Grundlage für mehr Innovation im Schienenverkehr und kann dazu beitragen, Digitalisierung und Automatisierung im Schienengüterverkehr zu beschleunigen. Gleichzeitig stärkt das Vorhaben die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Nordrhein-Westfalen im Bereich intelligenter Mobilitäts- und Logistiklösungen.
1,47 Mio. Euro
EU-Fördermittel