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Kofinanziert von der Europäischen Union
Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen
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SIDDA – Sustainable Intermodal Drone Delivery­ Airline

Drohne in Nahaufnahme

Südwestfalen ist stark industriell geprägt und auf schnelle, verlässliche Lieferketten angewiesen. Infrastrukturelle Engpässe, Verkehrsstaus und steigende Anforderungen an den Klimaschutz – etwa strengere Emissionsgrenzwerte, CO₂-Bepreisung, Nachhaltigkeitsberichte und der verstärkte Einsatz emissionsarmer Transportmittel – stellen die Logistik jedoch vor zusätzliche technische, organisatorische und finanzielle Herausforderungen. Gleichzeitig eröffnen neue Ansätze wie der Einsatz von Drohnen, Micro-Hubs und digitalen Luftraumdiensten großes Potenzial, bislang jedoch ohne ein durchgängiges Gesamtkonzept. Genau hier setzt das Forschungsprojekt SIDDA an. 


Warum ein Drohnennetzwerk? 

Zum Projektstart fehlte ein integriertes System, das automatisierte Drohnen, mobile und stationäre Micro-Hubs sowie intelligente Routen- und Netzwerkplanung in einem Ansatz vereint. SIDDA möchte diese Lücke schließen und ein automatisiertes, nachhaltiges Drohnennetzwerk für die zeitkritische Industriezulieferung entwickeln. Es soll die regionale Versorgungssicherheit erhöhen, Verkehrsengpässe abmildern, klimafreundliche Transportwege schaffen und die Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstands in der Region stärken. Gleichzeitig schafft das Projekt Grundlagen für europaweit einheitliche Standards im sogenannten U-Space, dem digitalen Luftraum für Drohnendienste. 

 

Ein ganzheitlicher technologischer Ansatz 

SIDDA kombiniert mehrere Zukunftstechnologien: Ein intermodales Drohnennetzwerk verbindet stationäre und mobile Micro-Hubs – kleine dezentrale Logistikknotenpunkte, die als Umschlagstellen für Waren dienen – mit automatisierten Drohnenairlines. Ergänzend werden europäische U-Space-Vorgaben integriert, damit Drohnen sicher und koordiniert fliegen können. Modelle zur optimierten Routenplanung unterstützen effiziente Entscheidungen, während Simulationen unterschiedliche Verkehrs- und Lieferprofile abbilden. Parallel untersucht das Projekt die ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen des Drohnenbetriebs. Erste Grundlagen wie Systemarchitektur, Hub-Anforderungen und Datenmodelle wurden bereits erarbeitet. 

 

Konkreter Nutzen für Region, Land und Europa 

SIDDA bietet bereits heute greifbare Perspektiven: In Südwestfalen können Unternehmen künftig zuverlässiger und schneller beliefert werden, zugleich wird der Straßenverkehr spürbar entlastet. Regional entsteht ein technologischer Leuchtturm, der den Mittelstand stärkt. SIDDA kann als Modell dafür dienen, wie Drohnenlogistik sicher in bestehende Strukturen integriert werden kann. Europaweit liefert das Projekt wichtige Impulse für gemeinsame Standards in der Drohnentechnologie und macht sichtbar, wie EU-Förderung Innovationen vor Ort ermöglicht. 

 

Ausblick: Von Prototypen zu realen Anwendungen 

Ab 2025 entstehen erste statische und mobile Micro-Hubs, die getestet und in Simulationsmodelle eingebunden werden. 2026 stehen Feldversuche und Netzwerkoptimierungen an, ergänzt um Nachhaltigkeitsanalysen. 2027 werden entwickeltdas Gesamtsystem bewertet und Handlungsempfehlungen für Wirtschaft, Behörden und europäische Partner erstellt. Dank modularer Architektur und EU-orientierter Entwicklung besitzt SIDDA großes Potenzial, auch in anderen Regionen Nordrhein-Westfalens, bundesweit und europaweit eingesetzt zu werden. 

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1 Mio. Euro

EU-Fördermittel

Auf einen Blick

Gesamtinvestition: rund 2,4 Mio. Euro 

EU-Fördermittel: rund 1,0 Mio. Euro 

NRW-Landesmittel: rund 0,5 Mio. Euro 

Projektpartner

Karl Koerschulte GmbH, HHLA Sky GmbH, J. D. Geck GmbH, Fachhochschule Südwestfalen, GTS Systems and Consulting GmbH 
 

Laufzeit

06/2024–05/2027

Förderperiode

2021–2027

Themenschwerpunkt

Förderaufruf

Stand

Dezember 2025

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