Energetische Sanierung der Klinik Martinusquelle
Das Medizinische Zentrum für Gesundheit Bad Lippspringe (MZG) setzt mit einer umfassenden energetischen Sanierung der Klinik Martinusquelle ein Zeichen für nachhaltiges Wirtschaften im Gesundheitswesen. Ziel ist es, den Energieverbrauch deutlich zu senken und die Einrichtung langfristig klimaneutral zu betreiben.
Geht Klimaschutz im Gesundheitswesen?
Die Klinik Martinusquelle ist eine traditionsreiche Rehabilitationsklinik für Pneumologie und Kardiologie in Bad Lippspringe. Ihre über 50 Jahre alten und dementsprechend unzureichend gedämmten Gebäude werden jetzt energetisch saniert: Zentrale Gebäudeteile werden modernisiert, die Heizungs- und Lüftungstechnik erneuert und die Dämmung der Außenhülle verbessert, um den Wärmeverlust massiv zu reduzieren. Auch das zur Klinik gehörende Thermalschwimmbad und die Sporthalle sind in die Sanierung einbezogen. Auf diese Weise wird die Effizienz der Technik verbessert und der CO₂-Ausstoß der Klinik Martinusquelle deutlich reduziert.
Thermalquelle mit doppeltem Nutzen
Bei der Sanierung macht sich die Reha-Klinik unter anderem die speziellen Eigenschaften ihrer Namensgeberin zunutze: Die Martinusquelle mit ihrem hohen Temperaturniveau speist nicht nur das Thermalschwimmbad. Sie dient zugleich als natürliche Wärmequelle für eine Wärmepumpe. Für die Beheizung kann gleichzeitig die hochtemperierte Abwärme eines neuen Rechenzentrumsclusters genutzt werden. Diese – in NRW bisher seltene – Kombination von lokaler Geothermie und industrieller Abwärme hat Modellcharakter. Zusammen mit der Umstellung auf erneuerbare Energieträger gelingt so die Verbindung von hoher Energieeffizienz und Ressourcenschonung – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Klimaneutralität.
Vorbild für nachhaltige Transformation
Mit dem Projekt trägt die Klinik Martinusquelle zur Umsetzung der Klimaziele in Nordrhein-Westfalen bei und kann als Vorbild für andere Gesundheitseinrichtungen dienen. Denn die Sanierung wird zeigen, wie sich Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Umweltschutz im Klinikalltag verbinden lassen. Die Erfahrungen aus Bad Lippspringe können Impulse für weitere energetische Modernisierungen im Gesundheitssektor geben.
3,2 Mio. Euro
EU-Fördermittel
Auf einen Blick
Gesamtinvestition: rund 8 Mio. Euro
EU-Fördermittel: rund 3,2 Mio. Euro
NRW-Landesmittel: rund 3,2 Mio. Euro
Projektpartner
Medizinisches Zentrum für Gesundheit Bad Lippspringe GmbH - MZG Westfalen
Laufzeit
2025–2027
Förderperiode
2021–2027
Themenschwerpunkt
Förderaufruf
Stand
Dezember 2025